ARTEC Architekten

Laxenburgerstrasse, Wohnhaus, Wien 10 I Heimbau und GSG, Wien





404 Wohnungen (sozialer Wohnungsbau)
1998 - 2001

Fotos, Copyright: Paul Ott, Graz, und Margherita Spiluttini, Wien; Modell Schwingenschlögl, Wien

Das Grundstück fällt von Süden her - von der Anhöhe des Wienerbergs - zur Dieselgasse, einer relativ wenig befahrenen Sackgasse im Norden des Bauplatzes hin um ca. ein Geschoss ab.
Schlanke Scheiben (6 - 8 Meter Bautiefe) - im Süden zur U-Form geschlossen - werden über einen glasüberdeckten, 5 Meter breiten Zwischenraum mit Laubengängen, Aufzügen und Stiegen erschlossen.
Die achtgeschossigen Scheiben werden von querlaufenden, dreigeschossigen Balken durchdrungen.

Die Balkenoberfläche ist ein allgemein benutzbarer Freiraum von 7 Metern Breite und 128 bzw. 148 Metern Länge.
Die Weite der Querverbindungen steht im deutlichen Kontrast zur schmalen Vertikalität der Erschliessungsräume.

Die beiden Balken, auf unterschiedlichem Niveau gelegen, spannen einen öffentlichen Verbindungsraum zwischen den Erschliessungshöfen, zusätzlich zur Bodenebene in mittlerer Gebäudehöhe und ganz oben auf.
Der Balken im Norden an der Gasse schwebt sehr niedrig über dem Niveau des Gehsteigs und schliesst im unteren Bereich die Hofräume gegen die Strasse ab, ohne die Durchgängigkeit am Strassenniveau zu verhindern.

Die Durchwebung des Grossgebäudes mit öffentlich zugänglichem Raum kann das Potential einer späteren Entwickelbarkeit sein.

Die Nassräume der Wohnungen sind entlang einer Schachtzone an der Wand zum Innenhof angeordnet, alle Wohnungen haben Oberlichten zum Innenhof und können quergelüftet werden.
Die äusserste Wandschichte der Scheiben ist mit einer hinterlüfteten Metallfassade in Leichtbauweise ausgeführt.

Der Erschliessungsraum hat am Erdgeschossniveau einen grossen Pflanztopf für Bambus, und auf den Geschossen verbinden versetzte Brückenflächen die Laubengänge zusätzlich und lassen den Raum in seiner Höhenentwicklung diffus werden.
Die Maisonettstiegen der obersten Wohnungen sind Aussen angefügt und stören den Grundriss nicht.

Die am meisten benachteiligten, hinter dem obersten Balken liegenden Wohnungen erhalten im Wohnbereich ein doppelt hohen Raum, der im hinteren Bereich mit einer Galerie ausbaubar ist.
Die obere Balkenterrasse bietet den Bewohnern einen Blick über ganz Wien.


MitarbeiterInnen: Maria Kirchweger, Marie-Theres Holler, Michael Wimberger, Ivan Zdenkovic
Andreas Baumgartner (CAD-Visualisierung), Achim Meyerhofer (Modell)

Presse

ARTEC Architekten. Catalogue fort he internet project of www.gaaleriie.net, Alena Hanzlova (editor), Prag 2006
L’architecture d’aujourd’hui, Nr. 358, mai-juin 2005, Christian Kühn : « Trois immeubles d´habitation, Vienne, Autriche »
Frauenarchitektouren. Arbeiten von Architektinnen in Österreich, Verlag Anton Pustet, Salzburg-München, 2004
Vienna-New Architecture 1975-2005. Springer Verlag, Wien New York, 2003. August Sarnitz
Vienna, Architecture. The State of the Art IV. Vienna City Planning Bureau, 2003. Concept development: Friedrich Achleitner, Leopold Dungl, Jan Tabor
AMC, Le Moniteur Architecture, Paris, Nr. 130, 2003 : Dominique Boudet : « Les plus de cent »
Architektur Aktuell, Wien, Nr. 3/2002, Gabriele Kaiser: "Wege weben"
Die Presse, Spektrum, Wien, 23. 2. 2002. Christian Kühn: "Zu dicht - gibt's denn das?"
Oris Nr. 12, Zagreb, 2002. Vera Grimmer: "An Urban Sculpture"
Der Standard, Wien, 1. 12. 2001, Franziska Leeb: "Vielschichtiges Wohngewebe"
Architektur & Bauforum, Wien, Nr. 198, 1999. Christian Kühn: "Dichte Packungen"
Wettbewerbe, Wien, 175/176/177, 1998

Wettbewerb

Geladenes Gutachten 1998, 1. Preis
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