ARTEC Architekten

Gas- und Dampfturbinen - Heizkraftwerk Marzahn I Vattenfall Europe Wärme AG





ARTEC Architekten,
Bettina Götz und Richard Manahl

Mitarbeiter:
Jun Wook Song; Gerda Polig
Fabian Antosch, Gül Cakar (Modellbau);

Landschaftsplaner:

Atelier le balto
Véronique Faucheur, Marc Pouzol, Marc Vatinel
Berlin


Gas- und Dampfturbinen - Heizkraftwerk Marzahn

Die Lage der neuen Kraftwerksbauten ist durch die Ingenieurvorgaben bereits genauestens fixiert- lediglich das mittig in der Anlage gelegene Sozial- und Werkstättengebäude und das Pförtnerhaus erlauben ein subtiles Spiel mit den vorhandenen Lagegeometrien.

Die Logik der gewählten Fassadeneinkleidung folgt der Pragmatik der Anforderungen:
Alle Sockel- und Aufenthaltsbereiche werden in gestocktem (oder Sicht)beton ausgeführt, Öffnungen in diesen Fassaden werden je Fassade zu einer frei gestaltbaren großen Öffnung zusammengefasst, einem abstrakten Gemälde gleich.
Auf die Sockelzonen im Bereich der technischen Gebäude wird eine technologisch einfach konstruierte, zweischalige „Haube“ gestülpt:

Ein Stahlfachwerk, dessen Dimensionen entsprechend der Gebäudehöhe dimensioniert wird, trägt die Last der Aussenwand ab. Innenseitig wird das Fachwerk mit Wärmedämm- und Akustikpaneelen je nach Bedarf bestückt, außenseitig werden transluzente GFK Paneele aufgebracht.

Der Fassadenraster wird ebenfalls der Gebäudehöhe entsprechend „skaliert“ (bei gleich bleibender Sockelhöhe)und ergibt eine Abfolge kongruenter Rastergrößen, in die jede Art von Öffnungen eingepasst werden können (Mindestgröße ein Rasterfeld).
So entsteht eine Elementfassade mit reizvoller Tiefenwirkung - als Verweis auf die High-tech Maschinentechnologie im Inneren der „Karosserie“.

Die filigrane Erscheinung der aufgerasterten Maschineneinhausungen und im Kontrast dazu die massive Materialität der Betonteile ergeben ein spannungsvolles Gesamtbild bei gleichzeitiger Ablesbarkeit der Funktionen.

Die gesamte Kraftwerksanlage liegt eingebettet in eine ebenso unaufgeregt gestaltete Landschaft: lineare Felder, mit ortsspezifischer Bepflanzung bilden einen selbstverständlichen Übergang zur denkmalgeschützen Anlage des Magerviehhofes.
Ein „Belvedere“, von der Allee der Kosmonauten aus direkt zugänglich und auf dem Dach der Gasverdichter/ Reduzierstation gelegen, bietet eine gute Übersicht über das Areal- aus sicherer Distanz.
So wird das neue Kraftwerk Marzahn auf zurückhaltende Art und Weise zu einer, seiner Größe und Bedeutung entsprechenden „Landmark“.

Wettbewerb

geladener Wettbewerb, 3. Wertungsrundgang
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