ARTEC Architekten

Maximilianstrasse, St. Pölten I Bauteil ARTEC Architekten I BWSG





Objekt
Maximilianstrasse, St. Pölten
Bauherr
BWSG

Architekten
ARTEC Architekten, Am Hundsturm 5, 1050 Wien
Bettina Götz und Richard Manahl
Mitarbeiter:
Johannes Giselbrecht, Projektleiter; Gül Cakar, Stephan Lechner, Lisa Mayr, Gerda Polig, Josef Schröck, Jun Wook Song;
Melanie Aichinger, Hector Farre Cortada, Giulia Drago, Philip Feldbacher, Tobias Indermühle, Alexandar Marinov, Isabell Messner, Antonia Reichart, Carlotta Ridolfi

Generalplaner
SMAQ GmbH (ARTEC Architekten, wup wimmerundpartner ZT GmbH, raum & kommunikation GmbH)

Tragwerksplanung
Bollinger Grohmann Schneider ZT GmbH, Wien

Landschaftsplaner
Land in Sicht, Wien

Haustechnik
dp – Gebäudetechnik GmbH, Wien

Bauphysik
Ingenieurbüro Wilhelm Hofbauer, Wien

Brandschutz
Alexander Kunz, Maria Enzersdorf

Gesamtprojekt:
ARTEC Architekten I wup wimmerundpartner ZT GmbH I raum & kommunikation GmbH

Planungsbeginn
2013
Baubeginn
2015
Fertigstellung
2017

93 Wohnungen
Grundstücksfläche
10.611 m2
Bebaute Fläche
2.262 m2
Bruttogeschossfläche
10.090 m2
Kubatur
28.087 m3
Nutzfläche
8.106 m2

Im Flusstal der Traisen nördlich des heutigen Bahnhofs in St. Pölten, an einer Stelle, wo die Bauarbeiten die Existenz einer steinzeitlichen Pfahlbausiedlung zutage gefördert haben, wird eine Wohnanlage mit einfacher Grunddisposition, in vorgefertigter Bauweise, und mit grosszügigen Raumverhältnissen für die Bewohner hergestellt.
Auf einer schnell und weitgehend vorgefertigt errichteten Primärkonstruktion großzügiger Decks (Stahlträgersystem „Peikko“ mit Stahlbetonstützen und Hohldielendenelementdecken) wird eine „Wohnhalle“ mit 2.80 m Raumhöhe abgestellt, aus ebenfalls vorgefertigten Bauteilen (grossformatige Holztafelbauweise und Leichtbetonfertigschächte). In diese Außenhülle können unterschiedlichste Wohnungstypen eingebaut werden.
Das Erschließungssystem wird als Teil einer vertikalen Stadtlandschaft verstanden, die sich bis zur einzelnen Wohnungseingangstür erstreckt. Zwischen Wohnung und Straße werden Vorgärten als halböffentliche Pufferzonen eingefügt, die einerseits eine Schwelle darstellen und andererseits der nachbarschaftlichen Kommunikation dienen. Die kompakten Wohnungen haben viel Platz vor der Haustüre und viel Raum vor der Fassade: das ergibt Nachbarschaften sowohl im privaten als auch im gemeinschaftlichen Sinn.
Alle Wohnungen sind querlüftbar, gut besonnt, die Fassaden durch die ausladenden Decks weit überkragt und witterungsgeschützt. Durch diese simplen Maßnahmen entstehen einerseits fast luxuriös großzügige Frei- und Erschließungsräume, andererseits leisten diese Maßnahmen den maßgebenden Beitrag für eine einfachste Bauweise: die brandbeständigen Decks ermöglichen eine hinterlüftete Holzriegelbauweise. In Summe ergeben sich ökonomisch ausgereizte aber räumlich und nutzungsmäßig vielseitige Grundrisse.

Parallel zur Praterstrasse und erschlossen von der Maximilianstrasse werden vier nord-süd gerichtete Baukörper mit 75 m Länge und 16,2 m Breite abgestellt. Im Norden wird dem westlichsten Gebäude ein weiteres mit halber Länge angehängt. Auf diesem befindet sich eine allgemein zu nutzende Dachterrasse, über Brücken auf derselben Höhe sind alle Gebäude mit der Terrasse verbunden.
Die beiden Gebäude im Osten an der Praterstrasse haben Regelgeschosse auf vier Decks, im Westen ist die Bauhöhe um ein Geschoss geringer. Am obersten Deck befinden sich zweigeschossige Wohnungen mit Satteldachabschluss. Die Aussenabmessung der thermischen Hülle beträgt in der Breite 10,6 m, beidseitig davor befindet sich eine Laubengang- bzw. Balkonzone mit 2,8 m Breite. Das statische Achsmass der Stahlträgerkonstruktion beträt 8,2 m, die Raumhöhe 2,8 m. Die Garage erstreckt sich eingeschossig unter den südlichen Gebäuden.

Die beiden östlich gelegenen Bauteile an der Praterstrasse werden von wimmerundpartner, die westlichen Bauteile von ARTEC Architekten geplant.
Grundlage für die Planung ist ein Bausystem, das von ARTEC Architekten, wimmerundpartner und raum und kommunikation mit den Sonderfachleuten entwickelt wurde.

Presse

Bauwelt, 28.-29.16, Berlin. Kaye Geipel: “Schön wie ein Reihenhaus, schnell wie eine Parkgarage“
ORIS 88, 2014. ORIS d.o.o., Zagreb. . “New Programs Make New Architecture Possible”

Preise

Berlin Award 2016 - Heimat in der Fremde
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