ARTEC Architekten

Stadtbar




Fotos:
Lukas Schaller, Wien
ARTEC Architekten

Objekt
Stadtbar, Wien 1010

Bauherr
Kaveh Ahi e.U.

Architekten
ARTEC Architekten, Am Hundsturm 5, 1050 Wien
Bettina Götz und Richard Manahl
Mitarbeiter
Gerda Polig, Björn Wilfinger, Projektleiter; Jun Wook Song;
Gül Cakar, Josef Schröck, Hector Farre Cortada,
Junjun Dai, Yoanna Dimitrova

Lichtplanung
podpod, Wien

Elektroplanung
ART for ART, Wien

HKLS
ART for ART, Wien

Statik
werkraum Ingenieure, Wien

Planungsbeginn 2017
Baubeginn 2017
Fertigstellung 2017
Nutzfläche 85 m2


Stadtbar Wien:
Ein illusionistisches Raumgelenk zwischen Albertina und Burggarten

Die Gebäudestrukturen des Eckhauses Hanuschgasse und Goethegasse treffen mit leichter Abweichung vom rechten Winkel aufeinander. Für das Lokal bildet hier ein „halber“ und ein „vollständiger“ Raum im Grundriss die Grundlage für den Entwurf. Querseitig vervollkommnet ein wandgrosser Illusionsspiegel im vorderen (dem „halben“) Raum die Figur von halb und ganz. Die Ausstattung mit grossflächigen Spiegeln an drei Seiten des nicht allzu grossen Innenraums bringt die ästhetisch reizvollen und prächtigen Figuren der prominenten Umgebung vielfältig ins Innere des Lokals.
Im Zentrum steht die Bar und verbindet beide Raumbereiche. An den beiden Stirnseiten sind jeweils zwei Sitznischen (eine davon gespiegelt). Diese beiden stirnseitigen Wände sind mit grossen, umlaufend gerahmten Spiegeln mit Stehplätzen beidseitig der Sitznischen versehen, zur optischen Raum-Erweiterung, jedoch ohne die Absicht der Täuschung. Im vorderen Raum verlängert ein Bord auf Höhe der Bar, zwischen Bar und Sitznische die Stehsituation der Bar bis zur Sitznische und verhindert, dass der Besucher die illusionistische Raumverdoppelung betreten möchte.
Durch die leichte Abweichung vom rechten Winkel im Raumgefüge und in der Einrichtung, und der versetzten Fussbodenhöhe um eine Stufe wird die schematische, einfache Grunddisposition gebrochen. Ein Fenster zum Burggarten wird durch dreiseitige Laibungumspiegelung zum (verdoppelten) Illusionsobjekt.
Mattschwarze, einfache Fliesen für Fussboden, Stirnwände, Nischen- und Barverkleidung bilden einen robusten Raum, in welchem das Innenleben von Bar und Sitznischen, ausgelegt mit wertvollen „Teppich“-Böden aus farbigen alten Gründerzeitfliesen, zelebriert werden kann. In den Nischen lassen Tischchen in Form eines fliessenden Gebäudegrundrisses ausreichend Raum für die Beine beim Sitzen. Im hinteren Raum erscheint der Gang zu den WC‘s als schwarzes Loch. Die rot gebeizten Hölzer der Bar, der Umrahmungen und der Borde sollen an die Wunderbar von Czech erinnern. Der Griff der Eingangstür ist das halbierte Logo des Lokals: draussen Stadt, drinnen Bar.
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© ARTEC Architekten | Bettina Götz + Richard Manahl | Am Hundsturm 5 A-1050 Wien | T +43.1.586.86.70 F +43.1.586.39.10 | goetz.manahl@artec-architekten.at
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