ARTEC Architekten

Schule Zehdengasse I Kallco-Projekt und Magistrat der Stadt Wien







Fotos, Copyright: Rupert Steiner, Wien

Objekt
Volksschule Zehdengasse, Wien 21

Bauherr
Magistrat der Stadt Wien, MA 19 und MA 56

Bauträger
Kallco Projekt

Architekten
ARTEC Architekten, Rüdigergasse 22, 1050 Wien
Bettina Götz Richard Manahl

MitarbeiterInnen
Verena Eder, Marie-Theres Holler, Maria Kirchweger,
Steuart Mackenzie-Harrison, Judith-Karoline Mussel, Markus Pfändler,
Christian Seidl, Martin Zechner

Statik, Bauphysik
D.I. Vinzenz Janik, Wien

Bauphysik
Dr. Peter Kautsch

Elektroplanung
Ing. Michael Künzl

HLS
Ing. Johannes Ernst

Planungsbeginn 9 1993
Baubeginn 2 1995
Fertigstellung 8 1996

Grundstücksfläche 5.303 m2
Bebaute Fläche 3.012 m2
Umbauter Raum 35.015 m3
BGF 6.674 m2
Nutzfläche 4.894 m2




Die Topographie des Grundstücks am Rand der Stadt ist geprägt durch eine stark heterogene Bebauungsstruktur:
Der Baugrund, an zwei Seiten von Strassen begrenzt, wird in seiner vollen Ausdehnung mit dem Bauwerk besetzt.
Drei dreiseitig umschlossene grüne Höfe nach Westen zum anschliessenden Sportgelände hin offen und ein gegen die zwei Meter höher gelegene Strasse im Osten geschlossener Innenhof mit Gummigranulatbelag bleiben ausgespart.
Der rechteckige Grundstücksanteil,nach Westen zum Grün gelegen, wird für eine additive orthogonale Winkelstruktur von Unterrichtsräumen mit Aufschliessungs- und Sanitärkernen verwendet.
In die verbleibende dreieckige Flächenach Osten zur Strasse werden wie in eine Tüte die grossen Sonderräume Turnsaal und Mehrzweckraum, Gymnastikraum und der Speisesaal mit dem davorliegenden Innenhof eingefüllt.
Im Süden folgen Bibliothek und Arbeitsräume für Lehrer und Verwaltung.
Den Abschluss bildet im Südosten die Hausmeisterwohnung, als Reihenhaus quasi angefügt.

Die wesentliche Raumfolge der Schule liegt entlang der Nord-Südachse zwischen Klassenstruktur und Sonderräumen. Den drei Bauteilen der Klassenstruktur wird hier jeweils ein eigenes räumliches Moment gegeben:
Der grosse Längsraum wir von Süden her seitlich betreten, ein zweigeschossiger Raum im ersten Drittel, der sich nach rechts zum abgesenkten Mehrzeckraum öffnet.
Der mittlere Bereich ist über alle drei Geschosse offen und erhält Licht von oben.
Die dritte Sequenz erhält im Erdgeschoss über den Speisesaal Bezug zu den Höfen, die oberen Geschosse öffnen sich mit einer grossen Verglasung nach Westen zum Strassenraum.
Die Unterrichtstrakte mit Orientierung nach Westen oder Süden sind neuen Gegebenheiten anpassbar, alle inneren Trennwände sind Leichtwände.

Die Einhüftigkeit der Winkelstruktur erlaubt teilweise eine zweite Belichtung der Klassen über Glasvitrinen und einen Bezug der Klasse zum Gang.
Ein Installationskanal an der Gangwand zur Klasse versorgt die Räume mit der notwendigen Infrastruktur, dämpft den Raumschall, enthält die Gangbeleuchtung und lässt die Decke frei von Verkleidung.

Presse

Friedrich Achleitners Blick auf Österreichs Architektur nach 1945. Birkhäuser Verlag, Basel, 2015
ORIS 88, 2014. ORIS d.o.o., Zagreb. “New programs make new architecture possible”
Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Band III/3, Wien 19.-23. Bezirk. Friedrich Achleitner, Residenz Verlag, Salzburg, 2010
Christian Kühn-Ringstrasse ist überall. Texte über Architektur und Stadt 1992-2007. Springer-Verlag, Wien, 2008Frauenarchitektouren. Arbeiten von Architektinnen in Österreich, Verlag Anton Pustet, Salzburg-München, 2004
Vienna-New Architecture 1975-2005. Springer Verlag, Wien New York, 2003. August Sarnitz
Wien, Schulbau. Der Stand der Dinge. Magistrat der Stadt Wien, 2003. Nikolaus Hellmayr, raum.kunst.wien
Architecture In Austria, A Survey Of The 20Th Century, Birkhäuser / Actar, 1999
Kenchiku Bunka, Tokyo, Vol 53, Nr. 625, 1998
Architektur & Bauforum, Wien, Nr 197, 1998. Christian Kühn: "Die Farben des Fin de Siecle"
Beyond The Minimal, AA, London, 1998. Peter Allison (Kurator)
Werk, Bauen + Wohnen, Zürich, Nr 6 1997. "Changierende Raumsequenz"
Architektur Wien, Springer Verlag, Wien, 1997. August Sarnitz (Red.)
Wettbewerbe, Wien, Nr. 159/160, 1997
Architektur & Bauforum, Wien, Nr. 188, 1997. Christian Kühn: "Schule am Ende der Stadt"
Die Presse, Spektrum, Wien, 18. 1. 1997. Christian Kühn: "Vom Nutzen der Unwirtlichkeit"
Domus, Mailand, Nr. 790, 1997. Leopold Dungl: "Elementary School in Vienna"
Das Neue Schulhaus, Wien, 1995
ARTEC Wien, Aedes, Berlin 1995

Preise

Domico - Baupreis für die Schule Zehdengasse, 1997
Bauherrenpreis für das Schulbauprogramm 2000 ›Architektenschulen‹ an die Gemeinde Wien, Stadtrat Dr. H. Swoboda, OSR DI Dr. D. Pal, 1995
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