ARTEC Architekten

Wohnbauten Wagenredergründe, Bärnbach I Siedlungsgesellschaft Köflach, Stmk.





* Wettbewerb und erste Bauetappe mit Theo Lang

Fotos, Copyright: Paul Ott, Graz

Das Grundstück liegt am Ortsrand einer Kleinstadt in der Weststeiermark, ein kleiner Wasserlauf markiert den Übergang vom flachen Talgrund in ansteigende Wiesen.
Hier wird mit einer Mischung von Reihenhaus und Geschosswohnungstypen gearbeitet, mit Wohnungsgrössen, wie sie in Österreich von der Wohnbauförderung hauptsächlich gefördert werden:
2 – Zimmerwohnung, 3 – Zimmerwohnung, 4 – Zimmerwohnung (50 / 70 / 90 m2).

Die Art der Zeile ist zuvor für einen anderen Wettbewerb entwickelt worden, ein Grundstück an der Grazer Peripherie, ein plastisch durchgebildete Zeile, deren Bildungsgesetze – Vor- und Rücksprünge in der Südfront) – von der Art des verwendeten Wohnungstyps abhängt.

Die Grundstruktur ist zweigeschossig, der Freiflächenanteil wächst proportional mit dem Grösserwerden der Wohnungen:
Kleine Wohnung – grosse Bautiefe – kleiner Garten.
Mittelgrosse Wohnung, zweigeschossig, grösserer Garten wegen geringerer Bautiefe.
Die grösste Wohnung hat dasselbe Erdgeschoss wie die mittlere und greift im Obergeschoss über die Kleinwohnung, sie erhält dadurch über der Kleinwohnung eine zusätzliche Terrasse.

Diesem einfachen Grundtyp wird wegen der notwendigen Grundstücksausnutzung und einer teilweise nicht bebaubaren Zone am Grundstück ein zusätzliches Geschoss und die dafür benötigte Erschliessung übergelagert.
Die Ablesbarkeit der Wohnungen – im unteren Maisonettentyp durch Vor- und Rücksprünge gegeben – wird in den eingeschossigen Wohnungen darüber durch den Dachverlauf geprägt:
Ein Hauptträger (Leimbinder) kreuzt jeweils eine Wohnung diagonal.

Die Treppe, nur für die Aufschliessung der zusätzlichen Wohnungen oben gebraucht, wird von der Dachfläche zum Boden begleitet, und schliesst die Form löchrig ab.

Als wesentliches Ziel erachten wir die Herstellung einer Identität, gefiltert aus den Ansprüchen durch die Bebauung und deren spezifisches Zusammentreffen mit den Gegebenheiten des Ortes.
Die Lage des Grundstücks am kleinen Bach, der Übergang von flacher Talsohle zum ansteigenden Hang, und die teilweise Unbebaubarkeit des Grundstücks wegen Leitungstrassen sind die ortsbestimmenden Komponenten: der Wasserlauf schafft eine klare Trennung von Verkehr und Wohngebiet.

Eine Folge von abtauchenden Dächern zieht sich entlang dem Uferbereich des neu geformten Bachlaufs.


MitarbeiterInnen: Maria Kirchweger, Martin Zechner

Presse

Architektur Aktuell, Wien, Nr. 226, 1999. Liesbeth Waechter-Böhm: "Auf den (funktionellen) Punkt gebracht"
Architektur & Bauforum, Wien, Nr 197, 1998. Christian Kühn: "Die Farben des Fin de Siecle"
Beyond the Minimal, AA, London, 1998. Peter Allison (Kurator)
Architektur Aktuell, Wien, Nr. 196, 1996. Margit Ulama: "Die Plastizität der Zeile"
Die Presse, Spektrum, Wien, 24. 8. 1996. Margit Ulama: "Zeile mit dem gefalteten Dach"
Der Standard, 11. 7. 1996. Gert Walden: "Die schützende Hand des Gebauten"

Wettbewerb

Geladenes Gutachten 1992, 1. Preis
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