ARTEC Architekten

Kraftwerk Hochwuhr, Felsenau, Feldkirch I Stadtwerke Feldkirch I mit Peter Sandbichler, 2003






* mit Peter Sandbichler, Wien (Kunst am Bau) und Maria Auböck, Auböck & Karasz, Wien (Landschaftsplanung im Wettbewerb)

Fotos, Copyright:
Margherita Spiluttini, Wien
Marc Lins, New York
ARTEC Architekten

Objekt
Wasserkraftwerk Hochwuhr, Felsenau, Feldkirch, Vorarlberg

Bauherr
Stadtwerke Feldkirch, Leusbündtweg 49, 6805 Feldkirch, Vorarlberg

Architekten
ARTEC Architekten, Am Hundsturm 5, A - 1050 Wien
Bettina Götz und Richard Manahl
MitarbeiterInnen
Marie-Theres Holler, Maria Kirchweger, Ronald Mikolics, Michael Werner
Mathias Ecker (CAD-Visualisierung), Ivan Zdenkovic / Wolfgang Beyer (CAD-Visualisierung),

Ingenieure (komplette Ingenieurleistung)
ILF Beratende Ingenieure
Framsweg 16, A - 6020 Innsbruck
Kunst am Bau
Peter Sandbichler, Westbahnstrasse 26, A - 1070 Wien
Grünplanung
Maria Auböck, Auböck & Karasz, Wien (Beratung Wettbewerb, Gesamtbereich)
Jakob Fina, Wien (Beratung Ausführung)


Planungsbeginn 2000
Baubeginn 2001
Fertigstellung 2004


Wehranlage
Breite der Felder je 13 m, Höhe der Felder je 9,05 m, Maximaldurchfluss je 760 m3/sek
Wuhrsteg
Länge ca 40 m
Kraftwerk
Niederdruck-Laufwasserkraftwerk mit zwei Kegelradrohrturbinen
Ausbauwassermenge
50.000 Liter je Sekunde (50 m3/sek), Fallhöhe ca. 9,5 m, Leistung 4000 kW, Jahreserzeugung 17,4 mio kWH
Fischaufstiegshilfe
Schlitzpassgerinne, 53 Becken, Höhenunterschied je Becken 20 cm,
Durchflussmenge 300 l/sek, Länge 175 m


Das Kraftwerk als ästhetisches Objekt (ARTEC Architekten)

Das neue Wasserkraftwerk am Hochwuhr in der Felsenau liegt in unmittelbarer Nähe zum mittelalterlichen Stadtkern von Feldkirch und bildet in der Illschlucht den baulichen Abschluss für die Stadt.
Die äusserst reizvolle, sehr sensible Lage in der gewaltigen Schlucht (ca. 100 Meter Felshöhe), aber auch direkt am Kopf der innerstädtischen Bebauung (Ganahl Areal), und zugleich die hohe Attraktivität eines wassertechnischen Bauwerks von einiger Dimension waren Anlass dafür, die Bauteile des Kraftwerkes selbst so zurückhaltend und für sich selbst sprechend wie möglich zu gestalten, dabei die Anlage als ein „Belvedere“ für den östlichen Feldkircher Stadtrand zu überhöhen.

Formale Reduktion der Aufbauten und Einpassen in die Voraussetzungen der Umgebung:
Wehrmauern und Krafthaus werden auf die bautechnisch notwendigen Umrisse reduziert, das Krafthaus erhält dafür eine grosszügige Verglasung, Passanten erhalten Einblicke in das Geschehen der Turbinenhalle, dessen Oberfläche Aussichtsplatform ist und Zutritt zum flussquerenden Wehrsteg (für die Öffentlichkeit zugänglich).
Zur Felswand wird Distanz gehalten.
Die Fischtreppe ist im oberen Bereich als kleine, abgesenkte Parkanlage ausgebildet und mit einem Fussgängersteg verbunden, der das neue Kraftwerk an die bestehende Uferpromenade anbindet und so in die täglichen Abläufe der Stadt integriert.
Der neue Steg schliesst an dieser Stelle die bisher unterbrochene Uferpromenade (Graf Rudolf-Wuhrgang) entlang der gesamten Innenstadt von oberer bis unterer Illschlucht.

Parallel zur Entwicklung des architektonischen Konzeptes betont das Lichtprojekt von Peter Sandbichler als Teil der Gestaltungsmassnahmen die Dynamik und Ästhetik der ausserordentlichen Situation (siehe eigene Beschreibung).

Presse

Beton / Concrete, 5 / 2010, Prag
The Phaidon Atlas of 21th Century World Architecture, Phaidon Press, London, 2008
Österreichs beste Bauten / Best of Austria. Herausgeber Architekturzentrum Wien, 2008
Neues Bauen in den Alpen. Birkhäuser, Basel-Boston-Berlin, 2008
profil, Nr 34, 18. August 2008. Horst Christoph und Patricia Grzonka: „Tanzende Kamine“
H.O.M.E, März 2008. Wojciech Czaja: „Die nackte Wahrheit“
ARTEC Architekten. Catalogue fort he internet project of www.gaaleriie.net, Alena Hanzlova (editor), Prag 2006
ARCHITEKT, 09 2006, Prag
Sculptural Architecture in Austria. Kurator: Hans Hollein. Verlag Anton Pustet, Salzburg, 2006
Der Standard, Wien, 8. 6. 2006, Rondo. Wojciech Czaja: „Form follows Fliessband“
db, deutsche bauzeitung, 5I06, Leinfelden-Echterdingen. Manuela Hötzl: „Neue Kraft für die Stadt“
Der Standard, Wien, 25. 3. 2006, Album. Ute Woltron : „Im Schaufenster“
AMC, Le Moniteur Architecture, Paris, Nr. 150, 2005 : « Centrale Electrique »
Architektur&Bauforum 05, Wien, März 03: Manuela Hötzl: „Das Felsenfeste und das Flüssige“

Preise

European Prize for Urban Public Space 2006, Kraftwerk Hochwuhr unter den Finalisten
Vorarlberger Hypo-Bauherrnpreis: Preis an die Stadt Feldkirch für das Kraftwerk Hochwuhr, 2005

Wettbewerb

Geladenes Gutachten 1999/2000, 1. Preis
top
© ARTEC Architekten | Bettina Götz + Richard Manahl | Am Hundsturm 5 A-1050 Wien | T +43.1.586.86.70 F +43.1.586.39.10 | goetz.manahl@artec-architekten.at
© websolution+cms publick wien