ARTEC Architekten

Buchengasse, Wien 10, Terrassenhaus I Heimbau



Mitarbeiter:

Lena Schacherer, Burkhard Schelischansky
Julia Beer, Anna-Maria Wolf

CAD-Visualisierung:
Ivan Zdenkovic


Terrassen im Haus


Der Entwurf ist von den Ansprüchen des Wohnens her entwickelt:
Wohnungsgrundrisse mit grosser Freiheit der Benützung, Orientierung zur Sonne oder zum besonderen Hofraum, der Wohnung zugeordnete private Aussenräume mit hoher Aufenthaltsqualität bei geringer gegenseitiger Störung durch Einblick, allgemein benützbarer Aussenraum mit spezieller Qualität der Lage (ebenerdig, in halber Gebäudehöhe, ganz Oben) und spezifischer Möglichkeit der Benützung (definiert durch die Art der Bodenbeläge der Aussenräume)

Wohnbau als Denkansatz ist entweder die frei zur Verfügung gestellte Fläche („Loftstruktur“) oder ein Konstrukt von räumlich ausgeprägten Typologien („Karthäusermodell“):
Maison Domino versus Mojsche Safdies Habitat.

Hohe zu erzielende Dichte und Strassenfronten an drei Seiten des Grundstücks sind im wesentlichen die Parameter, glücklich ist die verkehrsfreie Seite nach Süden und der am Baugrund ca ein Geschoss nach Norden abfallende Hang des Wienerbergs:
Entwerfen bedeutet hier ein Ausloten der Typologien in Hinblick auf diese Besonderheiten des Grundstücks, ohne jedoch vom Ansatz her in erster Line Rücksicht zu nehmen auf die Bebaubarkeit des Grundstücks.
(Nicht weiter verfolgt zum Beispiel: Die am Rand aufgekantete Platte, die schlanken Scheiben mit der Erschliessung dazwischen oder zur Strasse, die Randbebauung mit den frei vorgestellten Terrassen, der klassische Terrassentyp z.B. als Arena zum Hof orientiert).

Die Grundsubstanz des gewählten Konzepts ist die zu einem weiten Hof orientierte und nach Süden offene maximal hohe „Innenschale“ (Stahlbeton-Skelettbau, offener Hallentyp), mit niedrigen „Anlagerungen“ nach Aussen, zum Strassenraum (plastische Ausprägung definiert die Nutzung):
Zwei U-förmige Baukörper verschränken sich über weite Strecken, dazwischen spannt sich die offene, wettergeschützte Erschliessung.

Die Neutralität des Hallentyps der Innenschale wird gebrochen und angereichert durch eine hofseitig vorgestellte Aussenraumzone:
Den Wohnungen mit normaler Raumhöhe wird ein grosser Aussenraum mit doppelter Höhe dazugegeben, die flächige Fassade schützt gegen unerwünschten Einblick und lässt Licht und Sonne von oben bis tief ins Wohnungsinnere fallen.
Die Wohnungen mit Distanz zum Laubengang haben breite Zugangsbrücken zum Abstellen von Kinderwagen oder Fahrrad, und können quergelüftet werden.
Der konstruktiv aufgelöste Hallentyp ohne tragende Innenwände ist flexibel in der Nutzungsänderung für spätere Generationen.
Aufgrund den grosszügigen Abmessungen des Hofraums kann die Innenschale maximal mögliche Bauhöhe erhalten.

Zum Strassenraum wird eine Bebauung orientiert, welche den Qualitäten und Besonderheiten eines verdichteten Flachbau nahe kommt: Wohnungen um Atriumhöfe organisiert (mit Schallabschirmung des Atriums zur Strasse), angehängt darunter befinden sich kleine Wohn- und Arbeitseinheiten, und Wohnungen mit grossen, vorgelagerten Dachterrassen (hohe, massive Brüstungen schützen vor Strassenlärm und vor Einblick in den darunterliegenden Hof).

Die niedrige Bebauung entlang der Strasse, mit daruntergeschobenen Infrastrukturräumen (Hauszugänge, Tiefgaragenabfahrt, Müllräume, Geschäftsflächen), und Durchlässigkeit von der Strasse zum Hof hat für die gegenüberliegenden Hausfronten im Osten und Norden unmittelbare Vorteile der Belichtung und des räumlichen Erlebens.

Wettbewerb

Bauträgerwettbewerb mit Vorauswahlverfahren, 2. Wettbewerbsstufe
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