Systemhaus 2

Hörbranz / Vorarlberg

2009

Ein System von drei Platten im Verhältnis 3:1 wurde als Grundprinzip definiert. Daraus wurde ein zweigeschossiger Würfel mit einer Kantenlänge von 840 cm in der tragenden Struktur geometrisch und fertigungstechnisch als Standard- und Halb-Fertighaus konzipiert. Eine einfache Maßnahme führte zu einer räumlich komplexen Struktur: Die mittlere Platte im Grundriss wird um ihre Breite (280 cm) nach außen verschoben, die dabei entstehende Fuge aber mit der äußeren Wand geschlossen. Alle Öffnungen und geschlossenen Außenwände sind aus einem Raster von 280 cm abgeleitet.

Als konstruktive Elemente werden kerngedämmte Betonfertigteile oder KLH-Platten verwendet. Die Außenwände sind zweischalige Wände mit lastabtragender Innen- und dünner Außenschale, die roh belassen wurden. Die Böden aus Betonfertigteilen sind – wo ohne Aufbau ausgeführt – geschliffen und imprägniert. Großformatige Pfosten-Riegelelemente aus Lärche, die außen mit schwarzem Aluminium verkleidet sind, rahmen die Glasfassaden.

Bauherr:
Christoph und Mira Manahl

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Gerda Polig
Johannes Giselbrecht, Michael Murauer, Gül Cakar, Stephan Kirchmair, Teresa Klestorfer
Modellbau: Kathrin Schelling

Preise:
Auszeichnung beim 6. Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis 2010 für Mira und Christoph Manahl

Fotografie:
Bruno Klomfar

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Planungsbeginn: 2008
Baubeginn: 2009
Fertigstellung: 2010

Grundstücksfläche: 1.574 m²
Bebaute Fläche: 90 m²
Nutzfläche: 62 m² + 129 m² (inkl. Kellergeschoß)
Umbauter Raum: 1.150 m³

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Raum und Wohnen, 10/14, Etzel Verlag, Cham/ZG. Lore Kelly: „Wohnwürfel aus Beton und Glas“

Das Haus, Dezember 2013, Burda Verlag, München

Zement + Beton, 1_13, Wien 2013

Einfamilienhäuser–Das ultimative Planungsbuch. Wolfgang Bachmann/Arno Lederer, Callwey, München, 2012

Oris Nr. 73, Zagreb, 2012. Vera Grimmer: “House as Stage and Audience”

6. Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis 2010, Herausgeber VAI, Sonderheft der VN, 10/2010