Bebauung Amraserstraße - Pradlerstraße

Innsbruck / Tirol

2019

Die städtebaulich interessante Lage am Übergang zwischen gründerzeitlichem Blockraster, Zeilenbau der 1970-er Jahre und den Hochhaussolitären in Richtung Bahnhof und die Verdichtung des Standortes  bedingen eine Gebäudestruktur, die in der Lage ist, zwischen den vorhandenen Maßstäben und Typologien der Bestandsbauten zu vermitteln und übergreifende stadträumliche Bezüge aufzubauen.

So wird die Ecke Amraser Strasse / Pradlerstraße mit einem Hochpunkt markiert und in der Amraserstraße wird für das bestehende Gaggenauhaus der fehlende Abschluss gefunden.
Der neue Hochpunkt am Eck als Pendant zu dem bestehenden Wohnhochhaus, beide erhalten durch den diagonalen Verlauf der Amraser Strasse ihre charakteristische Figur.
Die Scheibenausbildung des Abschlusses vom Gaggenauhaus ergänzt die offene, bezugslose Blockbebauung der Siebzigerjahre gegenüber, und verbindet diese mit der gründerzeitlichen Baustruktur.

Durchblicke zur Nordkette, gute Aussicht und Belichtung für alle Wohnungen, und vor allem auch weiterhin eine gute Besonnung für den großen Hof im Blockinneren wird durch die Freistellung der Bauten auf einem verbindenden, durchlässigen Sockel erreicht.
Der Hof im Blockinneren bleibt unbebaut und steht als notwendiger, grüner Freiraum in der verdichteten Situation zur Verfügung. Öffentliche Durchgänge im Erdgeschoß verzahnen die neue Bebauung mit dem umgebenden Stadtraum.
Die Garage liegt zweigeschossig nur unter dem oberirdisch bebauten Gebäudebereich. So bleibt der Hof unterirdisch unbebaut und kann mit grossen Bäumen bepflanzt werden.

 

(Wettbewerbstext)

Geladener Wettbewerb,
2. Preis

Auslober: Panorama plus Immobilien GmbH

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Héctor Farré Cortada, Dragana Gavric,
Sedef Kücükandac, Gerda Polig,
Jun Wook Song, Josef Schröck

Modellbau: Roland Stadlbauer

Landschaftsplanung: Auböck + Kárász

Fotografie:
ARTEC Architekten (Modell)